{"id":25199,"date":"2012-01-31T00:00:00","date_gmt":"2012-01-30T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/mm-live.digilicious.cloud\/news\/mmgroup\/kartonproduktion\/"},"modified":"2025-08-25T11:29:05","modified_gmt":"2025-08-25T09:29:05","slug":"kartonproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mm-test.digilicious.cloud\/de\/news\/board-paper\/kartonproduktion\/","title":{"rendered":"KARTONPRODUKTION"},"content":{"rendered":"<section class=\"mm-wrapper-new\">\n<h3>ROHSTOFFE<\/h3>\n<p>Vielf\u00e4ltigkeit und Leistungsst\u00e4rke beschreiben unser breitgef\u00e4chertes Produktsortiment, das auf den Rohstoffen Altpapier und Frischfaser beruht.<\/p>\n<p><strong>Altpapier<\/strong><br \/>\nDer Rohstoff &#8222;Altpapier&#8220; hat bei MM Karton einen hohen Stellenwert. Im Rahmen der Kaskadennutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz, ist der Einsatz von Altpapier von gro\u00dfem \u00f6kologischen Nutzen: Der Kreislauf wird geschlossen und erh\u00f6ht den Lebenszyklus von Holz innerhalb der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette um ein Vielfaches.<\/p>\n<p>Sowohl den hohen \u00f6konomischen\u00a0als auch\u00a0\u00f6kologischen Nutzen des Rohstoffes &#8222;Altpapier&#8220; erkannte MM Karton bereits Anfang des 20. Jahrhunderts und setzte schon damals auf die industrielle Fertigung von Recyclingkarton.<\/p>\n<p><strong>Frischfaser<\/strong><br \/>\nRund 15% der von MM Karton eingesetzten Faserrohstoffe zur Kartonherstellung stammen aus Frischfasern (Holz und Zellstoff). Mit der im Oktober 2009 erfolgreich abgeschlossenen Chain-of-Custody-Zertifizierung nach PEFC- und FSC<sup>\u00ae<\/sup>-Standards weisen wir nach, dass s\u00e4mtliche in der Kartonproduktion eingesetzten Faserrohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten W\u00e4ldern und kontrollierten Quellen stammen und durch unabh\u00e4ngige Dritte regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<h3>PRODUKTIONSPROZESS<\/h3>\n<p>Die Kartonproduktion ist ein mehrstufiger Prozess:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Rohstoffe werden in der<strong>\u00a0<\/strong><strong>Stoffaufbereitung<\/strong>\u00a0mit Wasser vermischt, aufgel\u00f6st und von Fremdstoffen gereinigt.<\/li>\n<li>Das Stoff-Wassergemisch wird der Kartonmaschine zugef\u00fchrt und durchl\u00e4uft folgende Stufen: <strong>Nasspartie, P<\/strong><strong>resspartie<\/strong><strong>, T<\/strong><strong>rockenpartie<\/strong><strong>, S<\/strong><strong>treichpartie<\/strong>.<\/li>\n<li>Am Ende der Kartonmaschine erfolgt das Aufrollen auf\u00a0<strong>Tambouren<\/strong>(Gro\u00dfrollen) die der\u00a0<strong>Weiterverarbeitung<\/strong>, Schneiden in\u00a0<strong>Formate &amp; kleine Rollen<\/strong>, zugef\u00fchrt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"flux-image-figure\">\n<figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/mm-test.digilicious.cloud\/wp-content\/uploads\/news-mmboardpaper-content-produktion-de.webp\" alt=\"Produkctionsprozess\" width=\"1200\" height=\"705\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<h3><\/h3>\n<h4>STOFFAUFBEREITUNG<\/h4>\n<p><strong>Die Stoffaufbereitung erfolgt in 4 Schritten<\/strong><br \/>\n1. Schritt: Aufl\u00f6sung im Wasser<\/p>\n<p>Die Rohfaserstoffe, wie Altpapier, Zellstoff und Holzschliff, werden in Stoffl\u00f6sern, sogenannten Pulpern mit Wasser vermischt und aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>2. Schritt: Mechanische Reinigung<\/p>\n<p>Das Wasser-Faser-Gemisch durchl\u00e4uft mehrere Ebenen eines Sortier- und Reinigungssystems, das Kleinmaterialr\u00fcckst\u00e4nde (Sand, B\u00fcroklammern, Kunststofffolien, Glas) aussortiert.<\/p>\n<p>3. Schritt: Dispergierung und Pasteurisierung<\/p>\n<p>Vor der Zuf\u00fchrung zur Kartonbahn, wird das Wasser-Faser-Stoffgemisch auf \u00fcber 95\u00b0 erhitzt. Die Erhitzung t\u00f6tet Keime ab (Pasteurisierung) und entfernt Wachs- und Klebereste (Dispergierung).<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h4>NASSPARTIE<\/h4>\n<p>\u00dcber Stoffaufl\u00e4ufe wird das Stoff-Wassergemisch &#8211; bestehend aus 99% Wasser und 1% Faseranteil &#8211; gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Breite der Kartonmaschine auf endlos umlaufenden Sieben aufgestrahlt. Schwerkraftwirkung und Entw\u00e4sserungseinrichtungen entziehen einen Teil des Wassers.<\/p>\n<p>Am Sieb bilden sich so Faservliese (Lagen).<\/p>\n<p>Bei einem Wassergehalt von ca. 85% werden die auf unterschiedlichen Sieben hergestellten Lagen zusammengef\u00fchrt (vergautscht).<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h4>PRESSPARTIE<\/h4>\n<p>Die Kartonbahn wird zwischen hydraulisch\u00a0belastete Walzen hindurch gef\u00fchrt, gepresst und weiter entw\u00e4ssert. Die Walzen sind mit Filzen bespannt, die der Wasseraufnahme dienen. In diesem Schritt erfolgt eine Reduktion des Wasseranteils auf 55%.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h4>TROCKENPARTIE<\/h4>\n<p>Die sogenannte Trockenpartie gliedert sich in drei Abschnitte:<\/p>\n<ul>\n<li>Vortrockenpartie<\/li>\n<li>Gl\u00e4ttezylinder<\/li>\n<li>Nachtrockenpartie<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Prozess reduziert den Wassergehalt des Kartons von ca. 55% zu Beginn auf ca. 8% nach Durchlaufen der einzelnen Prozessschritte.<\/p>\n<p><strong>Vortrockenpartie<\/strong><br \/>\nDie Vortrockenpartie besteht aus bis zu 44 Trockenzylindern. Slalomartig wird die Kartonbahn durch die, mittels\u00a0 Dampf auf \u00fcber 125\u00b0 erhitzten, Trockenzylinder gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Gl\u00e4ttezylinder<\/strong><br \/>\nVergleichbar mit einem \u00fcberdimensionierten B\u00fcgeleisen, gibt der Gl\u00e4ttezylinder dem Karton eine glatte Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p><strong>Nachtrockenpartie<\/strong><br \/>\nDie Nachtrocknung entspricht dem Prozess der Vortrockenpartie. Die Kartonbahn wird durch etwa 28 slalomartig angeordnete Trockenzylinder gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der gesamte Produktionsabschnitt ist mit einer Trockenhaube ausgestattet, welche der W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung dient.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h4>STREICHPARTIE<\/h4>\n<p>Die Streichfarbe im Wesentlichen bestehend aus Pigmenten und Bindern, wird zur Oberfl\u00e4chenveredelung des Kartons aufgebracht. So erh\u00e4lt der Karton einerseits seine Wei\u00dfe und es bewirkt andererseits die Verbesserung der Bedruckbarkeit.<\/p>\n<p>Im Zuge des Streichprozesses wird die Kartonr\u00fcckseite einmal, die Oberseite zwei- bis dreimal gestrichen.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>ENDFERTIGUNG &amp; VERSAND<\/h3>\n<p>Die fertige Kartonbahn (Tambour) wird danach\u00a0 entsprechend dem Kundenwunsch\u00a0in Rollen oder Formate\u00a0geschnitten. Diese werden dann auftragsgem\u00e4\u00df bzw. destinationsabh\u00e4ngig klimasicher verpackt und per Bahn und LKW ausgeliefert.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>QUALIT\u00c4TSKONTROLLEN<\/h3>\n<p>Im Rahmen der Qualit\u00e4tskontrolle werden die Bedruckbarkeits- und Verarbeitungseigenschaften \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p><strong>Streichtechnik-Labor<\/strong><br \/>\nHauptaufgaben des Streichtechnik-Labors sind Neuentwicklung und Optimierung streichtechnischer Applikationen und die Wareneingangskontrolle der Streichrohstoffe. Das Labor ist mit modernsten Ger\u00e4ten, wie bspw. Viskosimeter, Dichtemessger\u00e4t, Abrasionstest, Auflichtmikroskop ausgestattet.<\/p>\n<p><strong>Drucklabor<\/strong><br \/>\nZur optimalen Abstimmung des Druckverhaltens im Zuge der Weiterverarbeitung werden an den produzierten Kartonqualit\u00e4ten spezielle Bedruckbarkeitspr\u00fcfungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Nachkontrolllabor<\/strong><br \/>\nZiel ist es, Ver\u00e4nderungen klimaabh\u00e4ngiger technischer Kartoneigenschaften der laufenden Produktion zeitgerecht zu erkennen. Die entnommenen Produktionsmuster werden mind. 24 Stunden klimatisiert und dann gepr\u00fcft. In der Praxis entspricht dieser Vorgang dem &#8222;Ausreifen&#8220; des Kartons nach der Produktion.<\/p>\n<p><strong>Schichtlabor<\/strong><br \/>\nDas Schichtlabor ist rund um die Uhr besetzt. Parallel zur permanenten Online-Messung direkt an der Maschine, f\u00fchrt der zust\u00e4ndige Schichtlaborant Pr\u00fcfungen der laufenden Produktion hinsichtlich der Standardparameter wie Gewicht, Dicke, Feuchtigkeit, Steifigkeit, Wei\u00dfe und Gl\u00e4tte durch.<\/p>\n<p>Die an der automatischen Pr\u00fcfstra\u00dfe (Autoline) durchgef\u00fchrten Kontrollen werden direkt in die elektronische Labordatenerfassung \u00fcbernommen. Sollte es zu \u00dcberschreitungen der Toleranzgrenzen kommen, erfolgt eine automatische Sperre durch das System.<\/p>\n<p>Aus jedem Produktionslauf werden R\u00fcckhaltemuster entnommen und im Normklima (23\u00b0C, 50% Luftfeuchtigkeit) 1 Jahr lang aufbewahrt.<\/p>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ROHSTOFFE Vielf\u00e4ltigkeit und Leistungsst\u00e4rke beschreiben unser breitgef\u00e4chertes Produktsortiment, das auf den Rohstoffen Altpapier und Frischfaser beruht. 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